Pressemitteilung
Bissendorf, 28.11.2018.

Lotse für das Bildungssystem

Landesweiter Fachtag zum Thema Bildungsberatung in Ritterhude.

Bissendorf/Ritterhude. Zum Fachtag „Bildungsberatung“ der Transferagentur Kommunales Bildungsmanagement Niedersachsen kamen am vergangenen Donnerstag Fachkräfte aus Kommunalverwaltungen, Bildungseinrichtungen und -organisationen zusammen, um das Thema „Orientierungshilfe für gelingende Bildungsbiografien“ zu diskutieren. An vielen Punkten wird für die Akteure die Herausforderung deutlich spürbar, den Menschen vorhandenen Bildungsangebote und deren Möglichkeiten transparent und verständlich zu machen. Die Teilnehmenden der Veranstaltung gingen den Fragen nach, wie Bildungsberatung, für die verschiedensten Lebenssituationen der Menschen und für das lebenslange Lernen, tatsächlich erfolgreich Wege weisen kann und wer dafür zuständig sein kann. In seinem Vortrag skizziert Prof. Dr. Clinton Enoch (Hochschule der Bundesagentur für Arbeit, Professur für Beratungswissenschaften), dass eine erfolgreiche Bildungsberatung die Lebens- und Bildungsbiografie der Menschen verändert, aber damit auch gesellschaftlich Wirkungen erzeugt werden. Er weist damit darauf hin, dass die Kommunalverwaltung somit eine Schnittstelle bildet, an der Bildungsberatung sinnvoll koordiniert werden kann. Die Beratungsexpertinnen Christine Etz (Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung) und Dr. Natalia Hefele (Bildungsgenossenschaft Südniedersachsen e.G.) sowie Projektleiter Dr. Marco Schmidt (Transferagentur Niedersachsen) berichteten in der Podiumsdiskussion über ihre Erfahrungen aus der Praxis. „Das Gebiet der Bildungsberatung ist im Bildungsmanagement ein Schatz, der noch von vielen Kommunen gehoben werden kann, denn gerade bei der fehlenden Transparenz über Anbieter und Angebote geht es immer wieder um Vernetzung und den regelmäßigen Austausch. Das Bildungsmanagement bietet hier die strukturelle Anbindung und die notwendige Koordination und zielt darauf ab, jegliches Handeln in übergreifende Strategien einzubetten“, fasst Dr. Schmidt zusammen.
Weitere Aspekte der praktischen Umsetzung und die Entwicklungsperspektiven der Beratung diskutierten die Teilnehmenden in Fachgesprächen und Foren. Die Ergebnisse geben Hinweise, wie kommunale Beratungsstellen organisiert werden können und welche Voraussetzungen erforderlich sind, um individuelle und zielorientierte Bildungsberatung auf kommunaler Ebene anzubieten, aber auch auf die Digitalisierung und die Beratung für Migrantinnen und Migranten.