Kreis Gütersloh
Gelungene Koordinierung des Überganges von der Schule in den Beruf.

Infos zur Kommune: Fläche 969,21 km², Einwohner: 354.463,
Bevölkerungsdichte: 366 Einwohner je km²
Handlungsfeld: Bildungsberatung
Art des Angebotes:
 Strukturlösung
Kontakt: koko@gt-net.de
Weitere Informationen: Kommunale Koordinierung Übergang Schule-Beruf

Durch die Einführung der Kommunalen Koordinierung konnten alle relevanten Akteure am Übergang von der Schule in den Beruf eruiert und ihre Angebote abgestimmt werden. Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit ist der Aufbau eines gemeinsamen Selbstverständnisses und einer vertrauensvollen, effektiven Arbeitskultur." 

Kathrin Adämmer, ehemalige Leitung Kommunale Koordinierung Übergang Schule-Beruf

Unter der Devise „Prävention statt Reaktion“ arbeitet die Kommunale Koordinierung Übergang Schule-Beruf im Kreis Gütersloh als Sachgebiet innerhalb der Kommunalverwaltung an der effektiven Vernetzung aller Angebote und Akteure am Übergang Schule-Beruf. Ziel ist es, unnötige Warteschleifen und Ausbildungs- und Studienabbrüche zu vermeiden. Eingebettet ist die Kommunale Koordinierung in das NRW Landesprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss“.

1. Die Ergebnisse im Überblick: Was konnte mit dem Engagement erreicht werden?

Durch die Einführung der Kommunalen Koordinierung konnten alle relevanten Akteure am Übergang von der Schule in den Beruf eruiert und ihre Angebote abgestimmt werden. Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit ist der Aufbau eines gemeinsamen Selbstverständnisses und einer vertrauensvollen, effektiven Arbeitskultur. So können SchülerInnen bereits frühzeitig bei der Berufsorientierung, der Berufswahl und beim Beginn einer Ausbildung oder eines Studiums unterstützt werden.

2. Der Ausgangspunkt: Was hat maßgeblich dazu beigetragen, dass das Vorhaben aufgegriffen und gefördert wurde?

Durch das Landesvorhaben bekam der Kreis Gütersloh den Impuls, sich dem Übergang von der Schule in den Beruf mit allen Schulen der Sekundarstufen I und II sowie den relevanten Partnern außerhalb von Schule strukturell zu nähern. Im Januar 2013 wurde die Kommunale Koordinierung Übergang Schule-Beruf installiert.

3. Der aktuelle Status: Wie sind die Beteiligten heute eingebunden und mit welchen Ressourcen sind sie ausgestattet?

Die Kommunale Koordinierung Übergang Schule-Beruf ist ein mit 3,5 Personalstellen ausgestattetes Sachgebiet innerhalb der Abteilung Bildung, angesiedelt im Fachbereich Bildung, Jugend und Soziales. Sie ist Bestandteil des regionalen Bildungsbüros und eingebunden in die Gremienstruktur der Bildungsregion Kreis Gütersloh. Noch läuft die Aufbauphase, die voraussichtlich Ende 2018/2019 abgeschlossen sein wird. Vier Handlungsfelder sind im Umsetzungsprozess handlungsleitend: Berufs- und Studienorientierung, Attraktivitätssteigerung der dualen Ausbildung, Systematisierung des Überganges und Kommunale Koordinierung. Zu den Aufgaben der Kommunalen Koordinierung gehört es unter anderem, verbindliche Vereinbarungen über Verfahren zu schaffen und Prozessmoderationen, zum Beispiel bei Rollenklärungen, zu leisten.

4. Die Sichtbarkeit: Wie konnte der Erfolg gemessen und publik gemacht werden?

Spätestens nach Abschluss der Aufbauphase und der Implementierung der Standardelemente ab Klasse 8 aufbauend wird der Prozess der Übergangsgestaltung und der Attraktivitätssteigerung der dualen Ausbildung seine Wirkung zeigen. Die Zuständigkeiten bleiben bei den Partnern, die Kommunale Koordinierung übernimmt eine begleitende, transparenzfördernde Funktion. 

5. Die Gelingensfaktoren und Hemmnisse: Was war besonders förderlich für die Umsetzung? Welche Hemmnisse waren zu bewältigen?

Der Einsatz von Standardelementen, die schrittweise für SchülerInnen aller Schulformen ab Klasse 8 eingeführt werden, stellen bedeutende Gelingensfaktoren dar. So werden beispielsweise Berufsorientierungsbüros möglichst in allen Schulen eingerichtet, unterstützt durch eine Kooperationsvereinbarung zwischen Schule und außerschulischen Partnern, wie Agentur für Arbeit und Jobcenter, jedeR SchülerIn erhält ein Portfolioinstrument und nimmt an einer Potenzialanalysen teil. Weitere Angebote der Berufs- und Studienorientierung schließen sich an und sind auf die jeweiligen individuellen Förderbedarfe hin angepasst. Der Übergang von der Schule in den Beruf war im Kreis Gütersloh vor der Einführung von KAoA an den einzelnen Schulen unterschiedlich intensiv ausgebaut. Der Umstrukturierungsprozess machte eine Anpassung erforderlich. Insbesondere Schulen, die bislang sehr gut aufgestellt waren und bereits über Jahre hinweg verschiedene Projekte umgesetzten konnten, erlebten die Veränderung als Einschnitt.