Aus der Praxis: Start in SZ
Willkommenskultur in Salzgitter.

Sprache und Bildung sind Schlüsselkompetenzen für die gleichberechtigte Teilhabe in allen Bereichen der Gesellschaft und schafft die Voraussetzungen für positive Integrationsverläufe. Die Kreisfreie Stadt Salzgitter hat diese Ziele in ihre Leitlinien aufgenommen und eine besondere Willkommenskultur für Flüchtlinge entwickelt: Die Präventionskette „Start in SZ“.

Von Anfang an ging es darum, nicht nur mit einem unabhängigen Projekt vorübergehend einen „Krisenstab“ zu schaffen, sondern die bereits intern vorhandene, vernetzte Arbeitsweise nachhaltig zu ergänzen. Die Leitlinien der Willkommenskultur geben den Integrationsbemühungen der Stadt und der zivilgesellschaftlichen Partner einen Rahmen für das gemeinsame Handeln. Die in der Präventionskette definierten Aufgaben und Zuständigkeiten werden über Verwaltungsstrukturen hinweg, mit enger Verknüpfung zum Ehrenamt als Querschnittsaufgabe wahrgenommen. Die Stadt nimmt eine moderierende Rolle ein, in der sie unter anderem verschiedene Impulse aus den Bundes- und Landesorganisationen, aber auch aus der Zivilgesellschaft vorsortiert und zusammenführt. Da die Präventionskette bei den individuellen Bedarfen der Personen ansetzt, sind das Monitoring und die Datenanalyse ein wesentlicher Bestandteil. Die systematische Erfassung bildungsrelevanter Kennzahlen ist Grundlage für das politische Handeln.

Kompatibilität für den Transfer:

Datenbasiert handeln: Die integrierte Sozialstrukturplanung in der Stadt hat wichtige Erkenntnisse für die Ermittlung von Bedarfen der Menschen mit Fluchthintergrund beigetragen. Die flüchtlingsspezifische Berichterstattung hat sich inzwischen etabliert und weiterentwickelt, sodass wesentliche Daten und Entwicklungen gut verfolgt und Maßnahmen eingeleitet werden können. 

Ehrenamtliche gewinnen, begleiten, fördern und wertschätzen: Die Ehrenamtlichen nehmen in diesen Prozess eine elementare Rolle ein, die im Zusammenspiel zwischen Haupt- und Ehrenamt begleitet werden muss. ... > mehr erfahren

Weitere Informationen:

Kontakt: Kreis Lippe Koordination Bildungsmonitoring, Dr. Claudia Böhm-Kasper, Telefon: 05231/624791

> „Start.Punkt.SZ“: Kooperationsprojekt der kommunalen Fachdienste und des Jobcenters mit der Wohnungsbaugesellschaft TAG, Charitas, Diakonie, Rotem Kreuz, AWO sowie gemeinnützigen Vereinen zur Einrichtung eines Stützpunktes für Sozialarbeit in einem Stadtteil, der sich zu einer bevorzugten Wohnlage für anerkannte syrische Flüchtlinge entwickelt hatte.

> Datenbank-Projekt mit Jobcenter und Arbeitsagentur für ein gemeinsames Fallmanagement bei Spracherwerb und Berufsintegration, um Leerläufe zu vermeiden und Chancen für aussichtsreiche Bewerber unter den Flüchtlingen besser zu nutzen. 

> TRANSFERkompass Niedersachsen, Ausgabe Juni 2016, Migration

> Dokumentation des Fachtages Migration inkl. Themenposter

> Checkliste für Kommunen: Integration von Flüchtlingen durch Bildung

> Themen-Portal: Integration durch Bildung

> weitere Beispiele aus der Praxis